Manche Kleinunternehmer haben noch immer einen einzelnen FileMaker Pro auf einem lokalen Rechner im Einsatz.
Kommt dann nur ein zweiter Benutzer hinzu, wird oft die Sharingfunktion von FileMaker zur gemeinsamen Nutzung verwendet. Motiv dafür ist die scheinbare Ersparnis für Lizenzen. Tatsächlich ist es aber so, dass bereits die zweite FileMaker Pro Lizenz softwareseitig schon teurer ist als eine Serverlizenz.
Betrachten wir dies einmal im Einzelnen:
Sparversion
Zweimal FileMaker Pro je 665 €.
Langsam, unsicher.
Mangelnde Betriebssicherheit im Sharingmodus.
Host-Maschine muss laufen, damit Zugriff möglich ist.
Server-Version
FileMaker Server mit fünf Benutzern 1140 €.
Mac mini als Server 486 €.
Hohe Betriebssicherheit.
Skalierbar.
Zukunftssicher.
Lizenz
Die kleinste Serverversion für FileMaker kommt mit fünf Benutzerlizenzen und drei Server-Installationen.
Die drei Server-Installationen nutzt man in der Regel nicht aus; sie stehen aber im Bedarfsfall zum Beispiel für einen Entwicklungsserver oder einen Backupserver zur Verfügung. Die fünf Benutzerlizenzen können FileMaker Pro oder GO oder auch als WebDirect genutzt werden.
Infrastruktur
Nicht fehlen darf eine Datensicherung und eine sichere Stromversorgung des Servers.
Die Datensicherung kann man komfortabel mit CCC für 50 USD automatisieren. Eine USV nur für die Servermaschine ist unter 100 Euro erhältlich, hat aber wegen der Batterie eine begrenzte Lebensdauer.
Lebenszykluskosten
Sowohl ein einfaches FileMaker Pro als auch der FileMaker Server kommen mit einer einjährigen Wartung. Für FileMaker Pro muss man pro Exemplar die einmal im Jahr erscheinende Vollversion zum Upgrade-Preis von 399 € kalkulieren. Der FileMaker Server mit seinen fünf eingeschlossenen Benutzern ist bereits ein Mietpreis, welcher jährlich fällig wird und sämtliche Upgrades und Updates einschließt.
Apple Hardware hat eine kalkulierbare Lebensdauer von rund sieben Jahren. Der oben für die Server-Version genannte Mac mini ist womöglich so klein, dass er schon vorzeitig dem wachsenden Bedarf nicht mehr gerecht werden kann. Entweder startet man von Anfang an mit einer etwas größeren Maschine, oder man nimmt diesen ersten Server nach einem Austausch als Reservemaschine für den Notfall.
Zu guter Letzt muss eine USV-Batterie alle 2 Jahre ersetzt werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 100 Euro.
Die Administration einer Servermaschine auf Basis eines Mac mini ist ebenso einfach wie die Nutzung eines Macintosh-Computers. Ein erfahrener und sorgfältiger Admin erledigt die notwendigen Arbeiten zügig und zuverlässig.
Die Server-Version ist viel erschwinglicher, als die meisten Anwender glauben. Zudem ist die Betriebssicherheit um Größenordnungen besser; keine beschädigte Datenbankdatei, automatische Backups und völlige Wartungsfreiheit im laufenden Betrieb.
Die genannten Preise sind Nettopreise nach aktuellem Stand.
Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.
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