FileMaker 26.0.3 und macOS 27

Stabile Updates, aber weiter Vorsicht bei Betriebssystem-Upgrades

Mit FileMaker 2026 in Version 26.0.3 steht derzeit ein Update zur Verfügung, das sich im praktischen Einsatz sowohl in FileMaker Pro als auch in FileMaker Server bereits bewährt hat. Es handelt sich dabei nicht um ein großes Feature-Release, sondern in erster Linie um ein Wartungsupdate mit Fehlerbereinigungen und Stabilitätsverbesserungen. Zwar sind damit nicht alle auffälligen oder seit Längerem bekannten Probleme behoben, aber mehrere relevante Korrekturen wurden umgesetzt.

Für FileMaker Pro verläuft das Upgrade auf 26.0.3 nach bisheriger Erfahrung reibungslos. Bei FileMaker Server ist das Update etwas sensibler, aber für erfahrene Administratoren gut beherrschbar. Wenn die zugrunde liegende Maschine bereits beim Umstieg auf FileMaker 2026 sauber neu aufgesetzt wurde und das unterstützte Betriebssystem unverändert geblieben ist, kann das Update auf 26.0.3 in der Regel als In-Place-Upgrade erfolgen. Anders sieht es aus, wenn gleichzeitig ein Major-Upgrade des Betriebssystems geplant ist: Dafür empfiehlt Claris ausdrücklich, FileMaker Server zu deinstallieren, das Betriebssystem zu aktualisieren, anschließend FileMaker Server neu zu installieren und danach Konfiguration, Zertifikate, Zeitpläne und Datenbestände wiederherzustellen.

Gleichzeitig bleibt bei der Betriebssystemfrage Vorsicht geboten. Für FileMaker Pro 26.0.3 und FileMaker Server 26.0.3 nennt Claris derzeit offiziell nur macOS Sequoia 15 und macOS Tahoe 26 als unterstützte macOS-Versionen. macOS 27 ist bislang noch nicht freigegeben, weil Claris die Kompatibilität der FileMaker-Plattform mit dieser Version nach eigener Aussage noch prüft. Wer produktive FileMaker-Arbeitsplätze oder Server betreibt, sollte deshalb mit einem Upgrade auf macOS 27 warten, bis eine ausdrückliche Freigabe vorliegt.

Das Problem verschärft sich dadurch, dass Apple neue macOS-Versionen inzwischen sehr offensiv über die normalen Update-Mechanismen verteilt. Auf Macs, bei denen die Update-Einstellungen nicht bewusst angepasst wurden, kann ein Major-Upgrade daher schneller im System landen, als es in professionell betreuten Umgebungen wünschenswert ist. Das ist nicht nur für FileMaker-Anwender problematisch, sondern ebenso für andere geschäftskritische Anwendungen wie CAD-, DMS-, Audio-, ERP- oder Spezialsoftware, deren Hersteller neue Betriebssystemversionen oft erst nachträglich testen und freigeben.

Hinzu kommt ein struktureller Punkt in der Produktpolitik von Claris: Unterstützt werden in der Regel nur zwei macOS-Hauptversionen gleichzeitig. Sobald macOS 27 offiziell freigegeben sein wird, ist deshalb gut möglich, dass macOS 15 aus der Support-Matrix herausfällt. Das bedeutet nicht zwingend, dass FileMaker auf macOS 15 schlagartig nicht mehr startet, wohl aber, dass diese Kombination dann nicht mehr offiziell unterstützt wäre.

Für Intel-Macs ist das besonders relevant. Apple unterstützt macOS Tahoe 26 nur noch auf Apple-Silicon-Macs; Intel-basierte Geräte verbleiben damit im Regelfall bei macOS Sequoia 15. Wenn Claris nach der Freigabe von macOS 27 tatsächlich die Unterstützung für macOS 15 beendet, wären Intel-Macs von weiteren offiziell unterstützten FileMaker-Updates praktisch abgeschnitten. Genau diese Entwicklung ist noch im Laufe dieses Jahres realistisch und sollte bei Hardware-Entscheidungen, Migrationsprojekten und der Planung künftiger FileMaker-Installationen bereits jetzt berücksichtigt werden.

Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.

20260926 TG